Der Weg zu schönen und funktionierenden Dritten Zähnen

M Koller 4799Totalprothesen müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden, da sich das Zahnfleisch und der Kieferknochen zurückbildet aber auch die Kunststoffzähne sich abnutzen. Die Prothese wird durch viele Schleifmaßnahmen (Beseitigung von Druckstellen) zusehends kleiner, auch Unterfütterungen helfen da oft nicht weiter.
         
Prothesen mit abgenutzten Kunststoffzähnen schleifen nur noch wie Mühlensteine aufeinander, eine Zerkleinern der Nahrung ist damit meist nur noch schwer möglich. Der Kieferknochen und das Zahnfleisch werden durch abgenutzte Prothesen ungünstig belastet und bauen sich schneller und ungleichmäßig ab. Darüber hinaus kann eine erneuerungsbedürftige Prothese auch im Gesicht erkennbar sein: schärfere Falten zwischen Mund und Nase, um den Mund herum häufig entzündete Mundwinkel lassen auf schlecht sitzende Prothesen schließen.

Prothesenherstellung in meiner Praxis
In meiner Praxis werden Totalprothesen in enger Zusammenarbeit mit einem Zahntechniker angefertigt, der auf die Herstellung von Totalprothesen spezialisiert ist. Bei der Herstellung der neuen Prothesen konzentrieren wir uns darauf, diese optisch den ursprünglichen natürlichen Zähnen des Patienten anzugleichen, wenn Sie dieses wünschen. Dazu ist es hilfreich, auf Fotos zurückgreifen zu können, auf denen Sie mit Ihren eigenen Zähnen lächeln. Außerdem wird der häufig durch die Abnutzung der Prothesenzähne abgesunkene Biss angehoben, was dem Kiefergelenk, den (ggf. entzündeten) Mundwinkeln entgegen kommt, Gesichtsfalten werden gemildert. Damit mit den neuen Prothesen regelrechte Kaubewegungen ausgeführt werden können, ermitteln wir über die normale Kassenleistung hinausgehende Daten zur Position des Oberkiefers sowie zur Gleitbahn Ihres Kiefergelenks. Dies ermöglicht eine exakte Aufstellung der Zähne. Eine Aufstellung der voraussichtlichen Kosten haben Sie herhalten.

Eingewöhnungsphase
Die neuen Prothesen haben im Vergleich zu den bisherigen eine passgenauere eventuell größere Ausdehnung, um den vorhandenen Kieferkamm im Hinblick auf die Haftkraft optimal auszunutzen. In diesem Zusammenhang kann es in der Anfangszeit zum verstärkten Auftreten von Prothesendruckstellen kommen. Bitte geben Sie in dieser Zeit nicht vorschnell auf, der Einlagerungsprozess – die Ausbildung des Prothesenlagers sowie die Umgewöhnung des Kiefergelenks – kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach ca. 14 Tagen sollte eine sogenannte Remontage, bei der die Prothesen erneut vom Zahntechniker eingeschliffen werden, erfolgen. Über die dafür entstehenden Kosten werden wir Sie im Voraus aufklären.

Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, Ihnen einen optimalen Zahnersatz anzupassen und so lange wie möglich den vorhandenen Kieferknochen und das Zahnfleisch zu erhalten. Bitte zögern Sie nicht, sich bei Fragen oder länger andauernden Eingewöhnungsschwierigkeiten direkt an uns zu wenden.