Parodontitis – Mehr als ein Zahnfleischproblem

Fotolia 48369471 Subscription Monthly MDas Parodont ist der gesamte Zahnhalteapparat mit Zahn und Zahnfleisch, Kieferknochen, Bindegewebe und Fasern. Durch eine Entzündung kommt es zur Parodontitis, sie kennzeichnet
sich durch Zahnfleischbluten, geschwollenes „dunkles“ Zahnfleisch und Mundgeruch, durch Zahnfleisch- taschen evtl. mit Eiterentleerung, durch den Abbau des Kieferknochens und somit der Lockerung der Zähne bis zum (auch spontanen) Zahnausfall.
         
Es finden sich Bakterien und entzündliche Zahnfleischtaschen, die Sie selbst nicht mehr reinigen können. Hier helfen die häusliche Mundhygiene oder viel angepriesene Mundspüllösungen und -wässerchen nicht weiter.

Die Parodontitis muss so früh wie möglich behandelt werden!
Nach einem umfangreichen Befund Ihrer Zähne, Ihrer persönlichen Anamnese, Ihrer Medikamente, Ihrer Familienanamnese (Vater, Mutter, Lebenspartner) wird ein Röntgenbild angefertigt, auf dem alle Zähne und der Verlauf und die Höhe Ihres Kieferknochens zu sehen sind. Diese Befunde sprechen wir mit Ihnen in einem gesonderten Termin durch und erarbeiten mit Ihnen zusammen die Vorgehensweise, was zu tun ist und wie Ihre Prognose sich entwickelt.

Eine „moderne“ und somit sanfte Zahnmedizin besteht in der Verbesserung Ihrer Ausgangssituation, vor allem der Mundhygiene und Tipps für das Zähneputzen zu Hause. Danach werden evtl. überstehenden Füllungsränder entfernt, Karies beseitigt, Kronen und Brücken überprüft. Nach der Entfernung des Zahnsteines und der oberflächlichen Auflagerungen zeigen wir Ihnen und üben mit Ihnen, wie Sie schon durch die Anwendung von Zwischenraumbürstchen und einer richtigen, das heißt weichen Zahnbürste eine Verbesserung verspüren. Das Zahn- fleischbluten lässt nach und der Mundraum fühlt sich frischer und sauberer an.
Die weitere Therapie besteht in der Taschenbehandlung und erfolgt unter lokaler Betäubung. Durch die schonende Vorgehensweise sind nur geringe oder keine Beschwerden in den Tagen danach zu erwarten. Wir therapieren in eine Verbesserung hinein und meistens spüren Sie dies. Viele Patienten können sich gar nicht mehr vorstellen, ohne Zwischenraumbürstchen oder professionelle Zahnreinigung ihre Mundhygiene durchzuführen.

Sie merken, das es dem Zahnfleisch nun möglich ist, sich fest um die Zähne zu legen und eine sogenannte Weichgewebsmanschette zu bilden, die das Körperinnere vor Bakterien schützt. Das Zahnfleischbluten und die Parodontitis bilden eine ständige Wunde, durch die Bakterien in den Körper gelangen können. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rauchen, Diabetes, Rheuma: Die verschiedensten Erkrankungen und Fehlverhalten beeinflussen die Parodontitis.

Die Parodontitis kann auch junge Menschen treffen
Meist fällt sie jedoch erst im mittleren Alter auf, wenn die ersten Zähne ausfallen.

Die halbjährliche Vorsorgeuntersuchung, die Befundung des Zahnfleisches, die Entfernung von Zahnstein und die regelmäßige professionelle Zahnreinigung sind der beste Schutz, die beste Prophylaxe vor Parodontitis.